Barrierefreies Fitnessstudio

Das wird dich interessieren ! Unser Bauvorhaben Inklusives Fitness Studio rückt  in greifbare Nähe. Noch nichts davon gehört ? Dann wird es jetzt Zeit , wir informieren ab jetzt laufend. Der Bauantrag für unser Bauvorhaben wird in der kommenden Woche gestellt und  im April / Mai des nächsten Jahres wird unser Inklusives Fitness Studio, dass den Namen INKRAFT erhalten wird, eröffnet.  Damit wird unser Sportangebot nochmals um eine attraktive Palette zusätzlicher Angebote erweitert.

Wir freuen uns drauf und du hoffentlich auch!

20.09.2019 – Förderzusage für Hoisbütteler Sportverein
20.09.2019 – Start ab Oktober 2019
20.09.2019 – Förderzusage für Hoisbütteler Sportverein

Tobias Koch informiert über Förderzusage für Hoisbütteler Sportverein

Tobias Koch, Landtagsabgeordneter aus Ahrensburg und Bernd A. Sutter, Vorsitzender der CDU Ammersbek und Kreistagsabgeordneter, haben am Montag, den 16.09.2019 beim Hoisbütteler Sportverein von 1955 e.V. über den Zuschuss des Landes aus dem Fonds für Barrierefreiheit für ein barrierefreies Fitnessstudio in Höhe von 105.279 Euro informiert.

Bei dem Termin, an dem von Vereinsseite der 2. Vorsitzende Christian Schirrmacher und die Vereinsmanagerin Birgit Boye teilnahmen, konnten sich die beiden Christdemokraten von den geplanten Arbeiten mit einem Investitionsvolumen von rund 400.000 Euro ein gutes Bild machen und lobten die engagierte Arbeit des Vereins, gerade im Inklusionsbereich.

„Die hohe Förderung für einen privaten Verein ist bemerkenswert, zeigt aber auch, dass ihr Wirken seit über dreissig Jahren wahrgenommen wird“, so Tobias Koch, der auch Fraktionsvorsitzender der CDU im Schleswig-Holsteinischen Landtag ist.
„Wir haben schon seit vielen Jahren für einen Fonds für Barrierefreiheit auf Landesebene gefordert, den wir jetzt in der Jamaika-Koalition umgesetzt haben. Hier und heute hat sich gezeigt, wie richtig diese Forderung der CDU war“, so Koch weiter.
Der Hoisbütteler Sportverein plant, auf knapp 240 Quadratmetern Fläche, die jetzt einen Teil der Kegelbahnen enthält, ein inklusives Fitnesstudio zu verwirklichen. Neben den eigentlichen Baumaßnahmen müssen hierzu die Zuwegung, die Eingänge und die sanitären Anlagen ebenfalls barrierefrei gestaltet werden. Der Verein hat über die letzten Jahrzehnte gute Kontakte zu Wohngruppen und Behindertenwerkstätten aufgebaut und möchte so sein Angebot jetzt verbreitern.

„Auch, wenn wir als Gemeinde derzeit finanziell angespannt sind, waren wir sofort positiv gestimmt, als wir von den Plänen erfahren haben und haben diese gerne unterstützt. Wir schätzen die Arbeit des Hoisbütteler Sportvereins in unserer Region sehr“, so Bernd A. Sutter, der auch Gemeindevertreter in Ammersbek ist.
„Dies war nur die erste Tranche mit knapp 3,3 Millionen. Insgesamt stellt das Land bis 2022 zehn Millionen Euro für Vorhaben zur Verfügung, um Menschen mit Behinderungen gleichberechtigten Zugang zu allen Lebensbereiche zu ermöglichen. Daher kann ich nur aufrufen, bis zum 01. April 2020 auch Projekte für die zweite Förderperiode einzureichen“, so Koch abschließend.

20.09.2019 – Start ab Oktober 2019

Start ab Oktober 2019

Der Hoisbütteler Sportverein weitet das inklusive Sportangebot weiter aus und wird mit einem Inklusiven Fitness-Studio neue Möglichkeiten für ein gemeinsames Sport-treiben für A L L E schaffen.

Für den Sportverein bedeutet Inklusion:
Vollständige Öffnung der Angebote – unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Sprache, Behinderung, sozioökonomischem Hintergrund, Religion, (politischer) Anschauung oder sexueller Identität.

Unsere Ziele:

  • Alle können mitplanen, mitorganisieren und mitmachen
  • Keiner wird ausgeschlossen
  • Unterschiedlichkeit ist kein Problem
  • Anderssein ist normal
  • Verständnis aufbauen – Abbau von Vorurteilen

Inklusion ist ein fortwährender Prozess. Bestehende Strukturen und Angebote werden konstruktiv weiter-entwickelt. Neue Perspektiven können sich eröffnen. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist im deutschen Sport ein wichtiges Thema und in einer Vielzahl von Sportangeboten, Aktionen, Konzepten, Maßnahmen und Programmen in den Sportvereinen und Sportverbänden verankert. Einen neuen und grundlegenden Impuls erlangte dieser Prozess mit der Verabschiedung des „Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (UN-Behindertenrechtskonvention) durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, in der die Inklusion als verpflichtend festgeschrieben wurde. Inklusion ist für uns der Anspruch, die selbstbestimmte, gleichberechtigte und gleichwertige Teilnahme und Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderungen im und durch Sport zu ermöglichen.

Bewegung, Spiel und Sport sind besonders geeignet das gegenseitige Kennenlernen und Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen und in allen Altersstufen zu fördern, den Gedanken der selbstbestimmten, gleichberechtigten Teilhabe im Bewusstsein zu verankern und Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft zu stärken. Sport bringt Menschen in Bewegung, fördert das Miteinander sowie die Mobilität, verbessert körperliches und psychisches Wohlbefinden, stärkt das Selbstbewusstsein und macht vor allem Spaß. In den Sportvereinen und Sportverbänden des DOSB wird Inklusion in einer Vielzahl von Maßnahmen bereits gelebt.

Der Verein hat über 1350 Mitglieder, die in 10 Sparten und vielen Kursen ihren Sport treiben. Seit 1987 besteht die Sparte Inklusionssport – Sport für alle. In der modernen Dreifeldsporthalle können Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft und mit oder ohne Handicap in verschiedenen Sportarten ihre Bewegungswelt erleben.

Das Leitungsteam gibt sein Wissen zur Inklusion in vielen Fortbildungen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene weiter. Mit zahlreichen Auszeichnungen, Preisen und dem Bundesverdienstkreuz für den Gründer dieser Sparte ist diese Arbeit geehrt worden.

Planungsteam:
Fachleute wie Fitnessstudiotrainer, Vorstand des Vereins, Haus-meister, Sportler mit Behinderung und externe Berater konzipieren seit Juni 2018 das FITNESS STUDIO FÜR ALLE.

Personenkreis des FITNESS STUDIO FÜR ALLE
Personen mit unterschiedlichen körperlichen, kognitiven und sozialen Bedingungen nutzen das Studio. Es wird von Mannschaften genutzt werden, die sich auf ihre Spielsaison vorbereiten wollen. Kleingruppen werden ihr Training im Studio aufnehmen – ebenso Einzelpersonen. Kursangebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten werden von Übungsleitern und Fitnesstrainern angeboten. Kooperationen mit Wohngruppen und Behinderteneinrichtungen sind in Planung.

Prinzipien des Inklusiven Fitness – Studios

1. Prinzip:  INKLUSIVES – barrierefreies Training

  • Das Studio ist für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen nutzbar (verbreiterte Türen, Rampen, Orientierungssysteme, etc.)
  • Alle Geräte sind für Menschen mit und ohne Handicap geeignet (z.B.: tieferer Einstieg, Armlehnen, Handstütze z.B. beim Laufband, verstellbare Sitzhöhe, größere Sitzflächen, Sicherheitsnetze, Neigeverstellung)
  • Es werden  keine Geräte mit elektronischer Steuerung eingesetzt. Geräte mit großen Druckknöpfen ermöglichen allen eine einfache Handhabung.
  • Klassische Materialien werden im Studio eingesetzt:  Sprungseil, Hula-Hup-Reifen, Barren, großer Kasten, Sprossenwand, Medizinball
  • Gemeinsam Spaß und Freude erleben beim gemeinsamen Training ist unser Ziel

2.  Prinzip: FUNKTIONELLES Training

  • Das Training ist ausgerichtet auf eine Verbesserung der funktionalen Abläufe und nicht auf einen „schönen Oberkörper“
  • Koordination, Gleichgewicht, Kraft und Ausdauer stehen im Fokus der Trainings- und Zustandsentwicklung.
  • Mit Seilzug geführte Kraftgeräte unterstützen und führen den Krafteinsatz des Sportler
  • Kleine Gewichte im Freihantelbereich stehen zur Verfügung

3. Prinzip:  OPEN AIR Fitnesstraining

  • Das inklusive, funktionelle Fitnesstraining kann auch unter freiem Himmel stattfinden.
  • Ein Rasenplatz, eine Wiese mit Hügeln und ein Beach-volleyballplatz befinden sich unmittelbar vor dem Studio.
  • Gemeinsam Spaß und Freude haben beim gemeinsamen Training im Freien – das besondere Erlebnis!

4. Darstellung der Etablierung regionaler Wertschöpfungsketten:

  • Materielle Wertschöpfungskette: Es werden neue Arbeitsangebote geschaffen. Es ist geplant, dass ein ausgebildeter Fitnesstrainer das Studio in Teilzeit leitet.
  • Es wird auch daran gedacht, dass Personen mit Behinderung als Helfer stundenweise den Trainer unterstützen.
  • Das Angebot im Fitness-Studio wird zu einer steigenden Mitgliederzahl im Verein führen.
  • Das gemeinsame Sporttreiben, die Inklusion von Menschen mit unterschiedlichen körperlichen und/oder  kognitiven Bedingungen kann zu einer Veränderung und  Verbesserung der  Mitmenschlichkeit, der Empathie, der Nächstenliebe und Solidarität führen.
  • Zur ideellen Wertschöpfung gehört auch, dass behinderte Personen aus benachbarten  Wohn- und Fördereinrichtungen eine neues und attraktives  Sportangebot und neue Anreize außerhalb ihrer Einrichtung in einem benachbarten Sportverein finden können.

5. STRUKTUR des Inklusiven Fitness – Studios

  • Das Studio wird in verschiedene Bereiche eingeteilt. Diese Bereiche können durch farbliche Unterschiede des Bodenbelags oder durch Raumteiler voneinander getrennt werden, um Personen die Orientierung im Raum zu erleichtern. Bildmaterial, Piktogramme und Schriften führen zu bestimmten Geräten.

Kostenkalkulation

Ein Teil der vorhandenen Kegelbahn, Umkleideräume und Zuwegung  werden umgebaut. Fenster, Türen, Lüftung, Heizung und Stromversorgung müssen neu errichtet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 399.259,55 Euro.

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