Konzept / Verhaltenskodex der Jugendabteilung

Der Hoisbütteler SV, gegründet 1955, vereint in seiner Vereinsphilosophie sowohl den Gedanken des Breitensports, wie auch das Erkennen und Fördern einzelner Talente.

Fußball ist eine von elf Sparten, mit denen der Verein einen großen Teil der Bedürfnisse abdeckt, die an ihn herangetragen werden. Zurzeit hat der Hoisbütteler SV ca. 1300 aktive Mitglieder. Davon entfallen etwa 270 auf die Sparte Fußball. Der Jugendbereich ist dabei mit 200 Mitgliedern zwischenzeitlich stärker geworden als der Erwachsenenbereich.

Basierend auf dem Bestands- & Planungspapier von 2002, dem Konzept von 2006, den seit dem gemachten Erfahrungen und der Jugendordnung des HFV, wurde im Sommer 2009 das nachfolgende Konzept von allen Trainern der Jugendabteilung – Fußball gemeinsam überarbeitet und neu formuliert. Mit der Veröffentlichung unseres Konzeptes, dem Verhaltenskodex und der Maßnahmen setzen wir unseren Weg, der sich augenscheinlich von den meisten anderen Jugendfußballabteilungen unterscheidet, konsequent fort.

Das Konzept regelt die Zielsetzung der Jugendabteilung verbindlich.
(Wir haben keine Einwände, dass Teile oder das Konzept als Ganzes von anderen Vereinen übernommen – und auf ihren Homepages veröffentlicht werden…)

Ziele
  1. Grundsätzlich steht beim Jugendfußball des HoiSV der Leistungsgedanke nicht im Vordergrund. Fußball soll vielmehr Spaß und sportlich fit machen – auch leistungsschwächeren Kindern soll die Freude an diesem Sport vermittelt und erhalten werden.Ziel ist der Erhalt einer breiten Basis, um kontinuierlich Jahrgangsmannschaften im Kleinfeld zu bilden. Sind in einem Jahrgang (G- bis E-Jugend) mehrere Teams vorhanden, werden die entsprechenden Kader grundsätzlich nicht nach Leistungsstärke sondern nach vielschichtigeren Gesichtspunkten besetzt.Sind ab der D-Jugend mehrere Teams in einem Jahrgang gemeldet, soll eine Leistungsdifferenzierung vorgenommen – die entsprechenden Jahrgänge aber weiterhin ganzheitlich betrachtet werden.
    Spieler/innen kommen in einem Team ihres Jahrgangs zum Einsatz. Ausnahmen sind mit der Jugendleitung abzusprechen.
    Durch kontinuierliche Jugendarbeit und Besetzung aller Jahrgänge soll langfristig ein Unterbau für den Herrenbereich geschaffen werden.
  2. Trainer und Betreuer sollen mindestens den Grundlehrgang des HFV absolvieren. Diese und weitere Qualifizierungsmaßnahmen werden vom Hoisbütteler SV gefördert und finanziell unterstützt.
  3. Die Arbeit der Jugendabteilung – Fußball soll für Eltern und Kinder gleichermaßen transparent und nachvollziehbar sein, damit sie entsprechend unterstützt und mitgetragen wird. Dies beinhaltet das Einbinden der Eltern in bestimmte Veranstaltungen.
  4. Basierend auf dem nachfolgend formulierten Verhaltenskodex, stehen das Mannschaftsgefühl und der Teamgeist im Vordergrund.
  5. Die Ausstattung der Jugendabteilung soll auf dem derzeitigen Niveau gehalten werden, um weiterhin einen optimalen Trainings- & Spielbetrieb zu gewährleisten.
  6. Den Kindern & Jugendlichen soll die Abteilungsphilosophie -„Erlebnis“ statt „Ergebnisfußball“ vermittelt werden. Der Kontakt zu auswärtigen Vereinen soll hergestellt bzw. bestehende Kontakte intensiviert werden.
  7. Die Jugendleitung hat als verlässlicher Vertreter die Interessen der Jugendabteilung-Fußball gegenüber dem Gesamtverein (erweiterte Vorstandssitzung) wahrzunehmen bzw. zu vertreten. Der Jugendleiter koordiniert die interne Abteilungsarbeit und kommuniziert mit dem Hamburger-Fußballverband.
Konkrete Maßnahmen

Zu Punkt 1)
Die Trainer bemühen sich bei anstehenden Spielen, auf einen ausgewogenen Einsatz aller Spieler zu achten und diese Entscheidungen in die Mannschaft zu transportieren. Die Eltern werden immer wieder auf dieses Ziel hingewiesen und es wird von Trainern, Betreuern und Jugendleitung darauf geachtet, dass entsprechende Einwände sachlich geklärt werden.
Eltern & Angehörige des eigenen Teams werden ggf. darauf hingewiesen, dass Kommentare ggü. Schiedsrichtern, gegnerischen Spielern, Trainern & Betreuern etc. zu unterbleiben haben.
Speziell in diesem Bereich ist die Vorbildfunktion der Trainer & Betreuer von großer Bedeutung.
Älteren Jugendspielern ist der Übergang in den Herrenbereich zu ermöglichen, sie sollen frühzeitig entsprechend unterstützt und gefördert werden. Grundsätzlich sollen sie nicht vor Ablauf des zweiten A-Jugend Jahres in den Herrenbereich wechseln.

Zu Punkt 2)
Trainer und Betreuer sollen die Grundausbildung bzw. die Kindertrainerausbildung des HFV absolvieren, um einen neutralen Einblick in den Bereich „kindgerechter Fußball“ zu erhalten. Die Höhe der Aufwandsentschädigung richtet sich nach der entsprechenden Ausbildung des Trainers.
Näheres hierzu ist in Absprache mit der Jugendleitung und dem Vorstand schriftlich festgelegt.

Zu Punkt 3)
Trainer & Betreuer stehen im Rahmen ihrer Möglichkeiten als erster Ansprechpartner den Eltern und Spielern zur Verfügung. Darüber hinaus ist durch die persönliche Erreichbarkeit der Jugendleitung die Möglichkeit des ständigen Dialoges zwischen den Eltern und dem Verein gewährleistet. Interessierte Eltern erhalten jederzeit die Möglichkeit über die Jugendleitung, im Rahmen vorhandener Möglichkeiten, am Gestalten der Abteilung mitzuwirken.
Um Unterstützung für bestimmte Events zu erbitten, ist gezieltes Ansprechen der Eltern durch die Trainer im Einzelfall möglich.

Zu Punkt 4)
Plakate, Ankündigungen und Einladungen werden durch das Logo der Jugendabteilung (s.o., liegt in mehreren Ausführungen vor) gekennzeichnet und sorgen für einen Wiedererkennungswert.
Maskottchen in den jüngeren Jahrgängen helfen sich als Teil eines Teams zu verstehen, da das Team so für die Kinder zu einer klar erkennbaren Gruppe wird.
Bedingt durch die Meldung älterer Jahrgänge, häufen sich persönliche Strafen (rote Karten) und damit verbunden Verhandlungen vor dem Sportgericht bzw. Kosten für die Jugendabteilung. Die Jugendabteilung behält sich vor, bei persönlichen Strafen die ursächlich durch einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex entstanden sind, weitere Maßnahmen gegen den/die Spieler/in zu treffen.
Die Bewertung erfolgt in jedem Einzelfall durch ein Gremium bestehend aus:
– Jugendleitung
– Trainer oder Betreuer des/der Spielers
– Unbeteiligte/r Trainer oder Betreuer der Jugendabteilung

Trainer / Betreuer melden persönliche Strafen der Jugendleitung damit diese ggf. zeitnah (noch vor dem HFV) reagieren kann.

Zu Punkt 5)
Die zur Verfügung stehenden Mittel, speziell der Lotto-Toto Gelder des HFV, sind zweckgebunden für die Anschaffung von Trainingsmaterial für die Jugendabteilung. Die Trainer/Betreuer beschließen gemeinsam den Bedarf und die Anschaffung.
Trikots (siehe auch Kooperationsvertrag) werden von der Jugendabteilung zur Verfügung gestellt. Sofern die finanziellen Rahmenbedingungen es zulassen, beinhaltet dies auch Hose & Stutzen.
Trikots und Trikotsätze sowie gesponserte/gespendete Artikel (Trainingsanzüge, Sweatshirts etc.) sind Eigentum des Vereins und sollen von mehreren Teams genutzt werden. Sie sind entsprechend pfleglich zu behandeln.

Zu Punkt 6)
Die bestehenden Kontakte z.B. zum FC Lichterfelde Berlin, FC Adler Berlin und CS Montoir sollen gepflegt bzw. ausgebaut werden. Organisation von Trainingsfreizeiten und Trainingslagern.
Beibehaltung der für die Außendarstellung wichtigen Events wie Pfingstturnier, Weihnachts- und Neujahrsturniere, Saisonabschlussfeier sowie Präsenz auf den örtlichen Veranstaltungen (Weihnachtsmarkt etc.).

Zu Punkt 7)
Regelmäßige Treffen aller Trainer & Betreuer mit der Jugendleitung (1ter Montag im Monat) ermöglichen eine ständige Kommunikation. Interessierte Eltern oder Anhänger der Jugendabteilung-Fußball können grundsätzlich teilnehmen.

Die verwendeten Bezeichnungen: “Spieler”, „Trainer“ und „Betreuer“ beziehen sich stets auch auf „Spielerinnen“, „Trainerinnen“ und „Betreuerinnen“

Fußball – Verhaltenskodex

In einer großen Gemeinschaft wie in einem Fußballteam bzw. -abteilung müssen gewisse Spielregeln eingehalten werden.
Fußball ist ein sehr emotional geprägter Sport. Bestimmte Verhaltensweisen vermeiden dabei mögliche Eskalationen und tragen zum friedlichen Miteinander bei.
Jede Spieler, Trainer und Betreuer ist dabei auch Vorbild für die jüngeren Jahrgänge.
Folgende Verhaltensweisen erwarten, bzw. wünschen wir uns im Umgang sowohl untereinander, als auch den anderen Mannschaften gegenüber.

Fußballspieler, Trainer, Betreuer und Offizielle des Hoisbütteler Sportvereins -Jugendfußball- repräsentieren auf und außerhalb des Platzes den HoiSV und

  • zeichnen sich durch Fairness aus
  • vermeiden arrogantes Auftreten, sind zurückhaltend, hilfsbereit und diszipliniert
  • tolerieren und akzeptieren ihre Mitspieler
  • verhalten sich respektvoll gegenüber dem Gegner und dem Schiedsrichter
  • behandeln Spieler anderer Nationalitäten oder Religionen respektvoll

Spieler:

  • sollen motiviert und mit Freude am Training bzw. Spiel teilnehmen
  • befolgen die Anweisungen der Trainer und Betreuer
  • achten auf eine schulische und berufliche Weiterbildung
  • sollen offen für neue Trainingsmethodik und -inhalte sein
  • besprechen Probleme und Konflikte offen und persönlich mit dem Trainer, Betreuer und den Mitspielern
  • duschen nach dem Spiel- und Trainingsbetrieb auf dem Sportgelände
  • informieren ihren Trainer/Betreuer frühzeitig, wenn absehbar ist, dass sie für ein Spiel/Training nicht zu Verfügung stehen
    – bauen Spiel- und andere Trainingsgeräte gemeinsam auf und ab
    – behandeln Vereinseigentum pfleglich

Trainer & Betreuer:

  • sollen jeden Spieler fördern und fordern
  • sollen motivieren und Spaß am Fußball vermitteln
  • bilden sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter
  • sind Vorbilder auf und außerhalb des Platzes

Die verwendeten Bezeichnungen: “Spieler”, „Trainer“ und „Betreuer“ beziehen sich stets auch auf „Spielerinnen“, „Trainerinnen“ und „Betreuerinnen“

Holger Wasserfall
Telefon: (040) 54 755 785
Mobil: (0163) 49 277 42

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